Das Erbrecht ist als subjektives Recht das Grundrecht, Verfügungen über das Eigentum oder anderer veräußerbarer Rechte zum Eintritt des eigenen Todes hin zu regeln und andererseits auch Begünstigter solcher Verfügungen zu werden (zu „erben“). Der Begriff Erbrecht bezeichnet im objektiven Sinn auch die Rechtsnormen, die sich mit dem Übergang des Vermögens einer Person (Erblasser) bei ihrem Tod auf eine oder mehrere andere Personen befassen.

Rechtliche Situation in Deutschland + Spanien:

Ab dem Sommer 2015 (17. August) änderten sich zentrale Vorschriften im Erbrecht, das in den Ländern der EU anzuwenden ist. Deutsche Paare sollten jetzt ihre Testamente überprüfen – denn eine besonders beliebte Nachlass-Variante kann dann oft Makulatur sein:  In Deutschland erfreut sich das Berliner Testament großer Popularität, mit dem sich Eheleute gegenseitig als Alleinerben einsetzen.

Doch in Spanien existiert kein Pendant hierzu, da eben das spanische Código Civil Art. 669 und 733 (Zivile Gesetzbuch) diese Form der Testamentserrichtung in Spanien sogar verbietet.

Deutsche Paare müssen sich von diesem Verbot aber nicht verunsichern lassen, schließlich gilt in Spanien das Staatsangehörigkeitsprinzip, sodass bei deutschen Ehepaaren das deutsche Erbrecht Anwendung findet, zumindest, wenn es rechtzeitig handelt.

1.1 Verfassungsgebot

Der Inhalt und die Schranken des Erbrechts bestimmen sich nach den einfach-rechtlichen Vorschriften des jeweiligen Landes

1.2 Bürgerliches Recht

1.2.1 Gesetzliche Erbfolge
1.2.1.1 Das Erbrecht des Ehegatten
1.2.1.2 Hausstand
1.2.1.3 Kosten der Bestattung und Grabpflege

1.2.2 Verfügung von Todes wegen

1.2.3 Weiterer möglicher Inhalt einer Verfügung von Todes wegen
1.2.3.1 Vermächtnis
1.2.3.2 Auflage
1.2.3.3 Vollstreckung des Testaments

1.3 Erbschein

1.4 Besondere Regelungen

1.4.1 Erbunwürdigkeit
1.4.2 Annahme und Ausschlagung
1.4.3 Erb- und Pflichtteilsverzicht (abdicatio heredis)
1.4.4 Kauf eines Erbteils
1.4.5 Erbschaftsteuer
1.4.6 Todesfälle in Spanien