Das öffentliche Testament wird in der Weise errichtet, dass der Erblasser dem Notar seinen letzten Willen erklärt oder eine Schrift mit der Erklärung übergibt, dass jene seinen letzten Willen enthalte.

Der Notar ist verpflichtet, den Erblasser bei der Abfassung des Testaments so umfassend zu beraten, dass sein letzter Wille unmissverständlich und juristisch einwandfrei zum Ausdruck kommt. Bei der Abfassung ist auf die nationale Gegebenheit hinzuweisen, insbesondere bei einem „Berliner Testament“.

Um die Gefahr einer späteren des öffentlichen Testaments zu minimieren, ist der Notar nach gehalten, in der Urkunde festzustellen, ob der Erblasser testier- und geschäftsfähig ist – damit später kein Anfechtungsgrund besteht. Für Ausländer in Spanien kann das Testament nach den nationalen Gegebenheiten verfasst werden. D.h., unter dieser Prämisse ist auch in Spanien und in Spanisch verfasstes Testament in dem Heimatland rechtsgültig (z. B. Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, England, Holland, usw.) – Formular in Spanisch

Andererseits kann ein öffentliches notarielles Testament, nach europäischem Recht, keinen Erbschein mehr überflüssig machen. So ersetzt das öffentliche Testament den Erbschein beim Grundbuchamt. Auch Banken verlangen regelmäßig keinen Erbschein, wenn ein notarielles Testament vorgelegt wird;

Ob Banken in seltenen Einzelfällen trotz Vorlage eines notariellen Testaments einen Erbschein verlangen können, dürfte nur dann praktisch relevant werden, wenn das öffentliche Testament die Erben nicht klar namentlich benennt. Der weitere Vorteil des notariellen Testaments ist dessen Fälschungssicherheit und dass es nicht verloren gehen kann; da der Erblasser nicht auf die Ablieferung durch die Erben angewiesen ist, sondern dies der Notar übernimmt.